VON ELKE MARKSTEINER

Ihr Ruf eilt ihnen voraus – die Hinichen, als ordinärste Band Österreichs machen ihrem Namen alle Ehre: Als Unterhaltungsmusikanten überzeugen sie seit rund 20 Jahren routiniert mit Fäkalliteratur und entwertenden Liedtexten. In Rechnitz lauschten rund 100 Personen dem zum Teil von Fans erweiterten Programm, sie bedienen eine klar definierte Zielgruppe und sind Sprachrohr eines Teils der Gesellschaft, des Unaussprechlichem und Undenkbarem.

Die Hinichen

Ihr zweifelhafter Erfolg stützt sich ausschließlich auf die ethisch und moralisch verwerfliche Texte, sie enttabuisieren auch Themen, nicht immer geht es um primäre Geschlechtsmerkmale oder Körperflüssigkeiten, aber das ist nicht das was das Publikum hören möchte. Deshalb spielen sie ihre selbst konstruierte Rolle, fern von Niveau oder Moral.

Bei ihrem ersten Besuch im Bezirk (Badersdorf) strömten hunderte Gäste zwecks Live-Unterhaltung herbei, vor drei Jahren in Rechnitz waren es 300 Besucher, welche Eintritt für den Abend des ethischen Austritts zahlten, diesmal waren es nur knapp 100. Vielen reicht wohl ein einmaliges Erlebnis – in Gang gesetzte Fluchtreaktionen inklusive: Die Hinichen befinden sich in einer Einbahnstraße ohne Umkehrmöglichkeit, in einem Auto ohne Rückwärtsgang.

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